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Aareal Bank Bankgeschäft wie es sein sollte


30.01.2012
Heibel-Ticker

Berlin (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Heibel-Ticker" ist die Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116 / WKN 540811) ein geeigneter Kandidat, wenn man eine verhältnismäßig solide Bankaktie sucht, mit der man auf eine anhaltende Beruhigung der Euro-Schuldenkrise spekuliert.

Die Aareal Bank sei nach der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) und der Commerzbank (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) die drittgrößte börsennotierte Bank in Deutschland. Doch kaum jemand kenne den gewerblichen Immobilienfinanzierer aus Wiesbaden, das Unternehmen segle so ein wenig unter dem Radar der Öffentlichkeit. Nicht dumm, wenn man sich die Stimmung der Öffentlichkeit anschaue, die den Banken derzeit entgegenwehe.

Aber auch geschäftlich stelle sich das Unternehmen nicht dumm an. Man konzentriere sich auf das Bankgeschäft und lasse die Finger vom Investment Banking. Und beim Bankgeschäft habe sich die Aareal Bank auf die Finanzierung gewerblicher Immobilien konzentriert.

Finanzierungen würden bei der Aareal Bank den Informationen der Experten zufolge fristgerecht refinanziert. Ein Umstand, der zumindest die große Angst vor Bankenpleiten hinsichtlich der Aareal Bank mildere.

Eine Bank sei in Augen der Experten ein Finanzintermediär, ein Vermittler zwischen Gläubiger und Schuldner. Und für diese Dienstleistung dürfe sich die Bank eine kleine Marge einstecken. So sollte das Bankgeschäft sein.

Was man in der Finanzkrise gesehen habe, seien Banken, die mit dem oder sogar gegen das Wohl der eigenen Kunden Spekulationen eingegangen seien, angefangen mit Spekulationen auf die Zinsentwicklung, um die kurzfristig attraktiven Spreads für sich zu nutzen, was in Augen der Experten ein Eingriff in die Wirtschaft sei, den sie dort nicht sehen möchten.

1922 sei die Aareal Bank damals als "Preußische Landespfandbriefanstalt" gegründet worden. Der deutsche Pfandbrief sei eine preußische Erfindung, die weltweit als sicherste Finanzierungsform von gewerblichen Immobilien gelte. Mit diesem Geschäftsmodell sei die Aareal Bank auch recht gut durch die Immobilienkrise 2007/2008 gefahren und einige Analysten würden behaupten, die Aareal Bank hätte die Zwangseinlage von 525 Mrd. EUR durch den Soffin im Jahr 2008 gar nicht benötigt.

Im April 2011 sei zuletzt eine Aktienplatzierung vorgenommen worden. Die knapp 300 Mrd. EUR seien teils zur Rückführung der Soffin-Einlage verwendet worden. Analysten würden damit rechnen, dass die Soffin-Einlage Ende 2012 vollständig zurückgeführt sei. Dies eröffne der Bank dann die Möglichkeit, wieder eine Dividende auszuschütten.


An diesen Zahlen könne man sehen, dass das Geschäftsmodell nicht nur 90 Jahre lang schon erfolgreich sei, sondern auch die Finanzmarktturbulenzen von heute recht gut meistere. Das Unternehmen selbst bezeichne sich seit einiger Zeit inoffiziell gerne als kleines gallisches Dorf der Finanzwirtschaft.

Die Euro-Schuldenkrise sei anfänglich mit dem Schlagwort PIGS überschrieben worden: Portugal, Irland, Griechenland und Spanien. Die Aareal Bank habe zu dieser Zeit stets verkündet, kein nennenswertes Engagement in den Krisenländern zu haben. Seit sich jedoch ein zweites "I" für Italien hinzugesellt habe, habe das Management eingestehen müssen, nicht ganz unwesentliche Beträge in italienischen Staatspapieren angelegt zu haben. Somit habe die Krise letztlich auch die Aareal Bank erreicht, der Aktienkurs sei unter Druck geraten.

Entsprechend sei die Aktie von rund 20 Euro im Sommer 2011 auf ein Niveau von 12 bis 14 Euro gefallen. Erst in den vergangenen Tagen habe dieses Niveau nach oben verlassen werden können, und die Aktie marschiere wieder in Richtung 20 Euro. Grund seien die derzeit als erfolgreich angesehenen Verhandlungen der Euroländer zur Lösung der Schuldenkrise. Insbesondere der Machtwechsel in Italien und das beherzte Vorgehen des neuen italienischen Premiers Mario Monti würden den Finanzmärkten Mut für die finanzielle Situation Italiens machen. Sollte Italien glaubhaft machen, seine Schulden verlässlich zu bedienen, dürfte die Aktie der Aareal Bank wieder in Richtung 20 Euro laufen. Das zweite "I" der PIIGS würde dann wieder gestrichen werden.

Mit einem KGV von 8 sei die Aareal Bank günstig bewertet. Insbesondere die Erwartungen vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr die letzten Soffin-Mittel zurückgezahlt werden könnten und dafür voraussichtlich der Gewinn ausreichen werde, würden Mut machen. Die angespannte Situation auf den europäischen Märkten könne das Unternehmen durch seine gute Positionierung in Schwellenländern Asiens sowie in Amerika ausgleichen.

Natürlich werde die Bank in Sippenhaft genommen mit dem Finanzsektor. Nicht erst durch das Engagement in Italien sei die Aareal Bank ausverkauft worden. Schon zuvor habe die Angst der Anleger, in Finanzaktien anzulegen, das Bewertungsniveau deutlich gedrückt.

Die Experten würden annehmen, dass auch in den kommenden Jahren bei den Banken keine so hohen Bewertungskennziffern mehr erzielt würden, wie noch vor fünf Jahren. Doch derzeit würden Analysten für 2013 eine Dividendenrendite von 2,6% erwarten, und damit dürfte die Aareal Bank eine der ersten Banken in Deutschland sein, die eine so attraktive Dividendenrendite anbieten dürfe und könne.

Die Situation bei der Aareal Bank sei solide. In Augen der Experten bestehe das einzige große Risiko im Italien-Engagement. Diese Entwicklung müsse man also im Auge behalten, wenn man sich die Aktie ins Depot hole. Überdurchschnittliche Gewinnsprünge dürfe man bei dem konservativen Geschäftsmodell des Unternehmens nicht erwarten. Wenn die Aktie auf einem vernünftigen (und nicht mehr krisenbedingten) Bewertungsniveau notiere, würden weitere Kursgewinne selten, zumal man für den Finanzsektor in den nächsten Jahren mit einer Reihe neuer Steuern rechne.

Doch wenn man eine verhältnismäßig solide Bankaktie sucht, mit der man auf eine anhaltende Beruhigung der Euro-Schuldenkrise spekuliert, dann ist die Aareal Bank-Aktie in Augen der Experten von "Heibel-Ticker" ein geeigneter Kandidat. Sie persönlich würden eine andere Bank zum Spekulieren bevorzugen. (Ausgabe 4 vom 27.01.2012) (30.01.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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